Bebauungsplan Nr. 3038, Dresden-Seidnitz/Tolkewitz, Wohnstandort Kipsdorfer Straße/Weesensteiner Straße

Im Zuge des Planungsverfahren 787 gibt es nach der Entwicklung des Schulstandortes die nächsten Planungen.

Quelle Text und Bild – Link: http://ratsinfo.dresden.de/vo0050.php?__kvonr=15556

So soll im Bereich Kipsdorfer Str. / Wesensteiner Str. ein neuer Wohnstandort entstehen.

Ein entsprechender Bebauungsplan  (Nr. 3038) wurde im Ortsbeirat Blasewitz am 24.10. vorgestellt.

Zitat: „Zum heutigen Zeitpunkt sind die Flächen des räumlichen Geltungsbereichs überwiegend von
den Gewächshäusern und Verwaltungsgebäuden von zwei ansässigen Gärtnereien geprägt. Seit
dem Jahr 2016 entstanden auf den Brachflächen des ehemaligen Straßenbahnbetriebshofes im
Bereich südlich der Kipsdorfer Straße (Flst. 104/16) die Sporthallen, Sportfreiflächen und PkwStellplatzanlage
des neuen Schulstandorts Tolkewitz. Im südöstlichen Bereich des Plangebietes
verläuft in Verlängerung der Schlömilchstraße eine für das städtebauliche Umfeld bedeutende
Fuß- und Radwegeverbindung, welche für die übergeordnete Anbindung an die angrenzenden
Quartiere wichtig ist.
Die genannten Flächen liegen innerhalb der Rahmenplanung Nr. 787 „Seidnitz/Tolkewitz“, welche
am 2. März 2016 durch den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr zur Aufstellung
und Vertiefung beschlossen wurde (V0705/15). Auf dieser Grundlage und mit den darin
enthaltenen Zielsetzungen soll der o. g. Bebauungsplan erstellt werden.

Zum heutigen Zeitpunkt zeichnet sich konkret ab, dass die Gärtnereien in absehbarer Zeit den
Standort aufgeben. Somit besteht ein großes öffentliches Interesse an einer angemessenen
Entwicklung dieser Flächen, welche sich dann sowohl in funktionaler als auch städtebaulichgestalterischer
Hinsicht in das Umfeld einordnen sollen. Somit sind die wesentlichen Zielsetzungen
dieser verbindlichen Bauleitplanung eine gesteuerte städtebauliche Neuordnung des Gebietes,
die Schaffung der bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zur Entwicklung eines Wohngebietes
auf den westlichen Teilflächen sowie zur Herstellung der technischen und verkehrlichen
Infrastruktur. Darüber hinaus sollen der zukünftige Bedarf an Gemeinbedarfsflächen,
Wegeverbindungen sowie die Herstellung eines kleinen Stadtteilparks auf den Flurstücken
104/15, 104/17 und 104/18 der Gemarkung Tolkewitz baurechtlich gesichert werden.
Diese geordnete städtebauliche Entwicklung kann allein in der Anwendung der §§ 34 ff. BauGB
nicht hinreichend gesichert werden. Ein Planungserfordernis im Sinne des § 1 Abs. 3 BauGB ist
somit gegeben.

Für die Entwicklung des neuen Wohngebietes wird weiterhin angestrebt, ein städtebauliches
und architektonisches Werkstattverfahren durchzuführen. Das Bedürfnis an der Durchführung
eines Werkstattverfahrens ergibt sich aus der notwendigen Auseinandersetzung mit dem Ort
und dem Sachverhalt, dass im näheren Umfeld des Schulstandortes Tolkewitz ein neues Stadtquartier
entsteht, welches an dieser prägenden Stelle das Stadtbild und die Stadtentwicklung
von Dresden-Tolkewitz und Dresden-Seidnitz positiv beeinflusst. Auf Grundlage des Ergebnisses
sollen für diesen Bereich die bauplanungsrechtlichen Festsetzungen getroffen werden.
Die Festsetzungen innerhalb der Grenzen des Bebauungsplanes sollen im Sinne des § 8 Abs. 2
BauGB aus den Darstellungen des Flächennutzungsplans in den Grenzen des Plangebietes entwickelt
werden. Der rechtswirksame Flächennutzungsplan der Landeshauptstadt Dresden stellt
die westlichen Teilflächen als „Wohnbaufläche mit hohem Grünanteil“ und die östlichen Teilbereiche
als „Betriebshof Bahn“ bzw. „Gemeinbedarfsfläche“ dar. Im aktuellen Entwurf des
4/8

Flächennutzungsplanes (Stand: Januar 2018) sind für das Gebiet auf den nordwestlichen Teilflächen
„Wohnbaufläche mit hoher Wohndichte“, auf den südwestlichen und südlichen Teilbereichen
„Wohnbaufläche mit geringer Wohndichte“ und in den nordöstlichen Teilbereichen „Gemeinbedarfsfläche
– Schule, Bildungseinrichtung“ dargestellt. Es wird davon ausgegangen, dass
die Planung aus dem zukünftigen Flächennutzungsplan entwickelt wird.